Toettchen

Grünerbscappuccino mit Sahnehaube

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Ich besitze ein neues Kochbuch – oder besser ein Erzählbuch mit Rezepten. „Le Gand Bordel“.

le-grand-bordelWelch ein grandioses Durcheinander: Großartige Geschichten, weit ausholende Anekdoten und die feinsten französischen Rezepte vereinen sich hier zu einem opulenten Buch, das auf jeder Seite das Leben, den Genuss und die Lust am Kochen und Essen feiert – c’est formidable!

Mit der Wahrheit sollte man es bei Geschichten nicht immer allzu genau nehmen – dienen sie doch in erster Linie der Unterhaltung und dem Vergnügen. Wobei sich die Frage nach dem Wahrheitsgehalt der wunderbar ausufernden Anekdoten in Le Grand Bordel nach den ersten Sätzen sowieso erübrigt: Üppig, phantasievoll und mit illustren Personen wie Wallis Simpson, Christian Dior und Picasso ausstaffiert, versinkt man bereits nach den ersten Seiten sofort in dieser Melange aus Absurditäten, Abenteuern und französischem laissez-faire.

Das Originalrezept (aber was ist das eigentlich?) im Buch heißt: Cappuccino d´Hiver en Provence. Ich habe es ein wenig abgewandelt und daraus wurde:
erbsensuppe
Grünerbscappuccino mit Sahnehaube

Zutaten
1 große Karotte
1 große Zwiebel
100 g Sellerie
2 Knoblauchzehen
Salz
150 g geräucherten Speck (vorzugsweise Garciale)
1 Zweig Thymian und Rosmarin
125 g Butter
750 g TK Erbsen
1 l Hühnerbrühe
200 ml Weißwein
50 ml starker Pfefferminztee
Balsamico Essig
Zucker
Piment d’Espelette
Sahne

Zubereitung
Karotte, Zwiebel, Sellerie zu Julienne vorbereiten. Zusammen mit dem Speck und den Kräutern in der Butter anschwitzen und 2/3 der Erbsen zugeben. Kurz anziehen lassen und mit der Brühe und Wein ablöschen. 30 Minuten köcheln lassen und dann Kräuter und Speck herausnehmen. Tee und Sahne zugeben, mit dem Stab pürieren und durch ein mittelfeines Sieb streichen.
Restliche Erbsen blanchieren und gut abschrecken. Anschließend mit Balsamico, Salz, etwas Zucker und Piment d’Espelette abschmecken.
Sahne kurz anschlagen, damit sie noch halbflüssig ist.

Die Erbsensuppe in einer Tasse oder tiefem Teller mit Sahnehaube servieren.

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8 Kommentare

  1. Hmm… ich kann den herrlichen Duft bis hierher riechen. :-) Und ich hoffe, dass du bald noch weitere Köstlichkeiten aus dem neuen Buch vorstellen wirst – so und jetzt besorge ich alles für die „Cappucinosuppe“.
    Liebe Grüße,
    Eva

  2. Ein hübsches Süppchen hast Du da angerichtet.
    Das Buch habe ich auch im Regal und im November sogar besprochen:
    siehe http://aus-meinem-kochtopf.de/2013/le-grand-bordel/

    Mit leckerem Gruß,
    Peter

  3. Schon schön und lecker, aber: Entweder es ist ein Cappuccino, dann gehört er in ein Tässchen, oder dann halt eine Suppe aus dem Teller! Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  4. Ich besitze dieses Kochbuch auch und habe – oh Schande – noch kein einziges Mal reingeschaut. Wo isses überhaupt???

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