Toettchen

Frühstück mit Graupen-Granatapfelsalat und Kunstgang

| 4 Kommentare

Ich war bei meinem Freund Michael, bevor seine Ausstellung im Rathaus Owingen zu Ende geht. Michael Kussl arbeitet mit Eisen. Er biegt es, er verändert es, er gibt ihm einen neuen Sinn, eine neue Bedeutung. Vor dem “Kunstgang” gab es ein Brunch, dazu die Reste von einem Graupen-Granatapfel-Salat nach Ottolenghi. Er ist schon so oft in Food Blogs beschrieben worden, dass es nichts ausmacht, wenn er bei Toettchen auch noch einmal erscheint

Es ist Ende Februar und die Sonne scheint bereits mit aller Macht. Die ersten Blumen stecken zaghaft die Blüten ins Licht. Michael wohnt auf der Höhen über dem Bodensee. Über dem See lag noch Nebel, – oben breite sich vor mir das Alpenpanorama aus. Wir sind zu Viert: Michaels Frau Dorle Ferber und sein Neffe war noch da.
graupensalat
Graupen-Granatapfel-Salat
Zutaten

100 g Perlgraupen
3-4 Stangen Sellerie und deren Blätter
30 ml Olivenöl
2 EL Sherryessig
1 Knoblauchzehe
1 TL Piment
Salz, Pfeffer
Zucker
2 EL Dill
2 EL Petersilie
1 Granatapfel

Zubereitung
Die Graupen in einem Topf mit genügend Wasser so lange kochen, bis so noch Biss haben.
Inzwischen die Selleriestangen in feine Stücke schneiden, den Knoblauch ganz fein hacken.
Die abgegossenen Graupen mit den feingeschnittenen Selleriestangen, Piment, Öl, Essig, Knoblauch vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Kräuter und das Selleriegrün hacken und mit dem abgekühlten Salat vermischen.
Die Kerne aus dem Granatapfel auslösen. Dafür die Schale einritzen, die Granatapfelhälften gegeneinander drehen, jede Hälfte noch einmal in sich drehen und die Kerne mit einem Kochlöffel durch Klopfen auf die Schale herauslösen.
Kräuter, Selleriegrün und Granatapfelkerne unter den Salat mischen.
Eventuell noch einmal mit Salz und Pfeffer und vielleicht auch Zucker (kommt auf den Granatapfel an) abschmecken.

Nach dem Brunch geht es nach Owingen ins Rathaus. Hier stellt Michael Kussl seine Stahlobjekte aus. Mitausstellerin ist die Malerin Anna Fauler aus Illmensee. Beim Betrachten der Stahlobjekte gehe ich ins Detail. Heute interessieren mich nicht die großen Zusammenhänge. Das Feine, das Verändernde am Stahl – aber auch das Vergängliche entdecke ich.
Die Arbeiten von MK sind unterlegt mit einer Klang- und Stimmenimpression von Dorle Ferber.


stahl_michael_kussel
Anna Fauler erforscht die Anatomie, wendet sich Organen und Zellen zu, nähert sich ihren Funktionen und Bewegungen – Innenräume und Ausdehnungen, energetische und kommunikative Bezüge über die Körper hinaus ertastend, erahnend.
anna_fauler_02
anna_fauler_01

Print Friendly, PDF & Email
Share on Facebook

4 Kommentare

  1. Von Dorles Stimme bin ich ja Fan, das ist für mich eine Stimme, die Geschichten erzählt… eine Gänsehautstimme. Wunderbar! Den Michel würd ich ja gerne auch mal kennenlernen. Seit Jahren möchte ich mit Eisen arbeiten. Eisen und Kocherei… ich hab da schon ewig einige Ideen…

  2. Anna Faulers Bilder gefallen mir ausnehmend gut, danke für’s Vorstellen!
    Und danke auch für die Erinnerung an den Salat aus einem meiner liebsten Kochbücher, dass uns die beste Nachbarin nachträglich zum Hochzeitstag geschenkt hat. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*