Toettchen

Bregenz mit Suppenwetter: Wiener Suppe

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Gestern war ich in Bregenz. Es regnete, nein, es goss. Mein Ziel war das Landesmuseum, wo ich trotz Regenschirms durchnässt ankam. Ein moderner Bau mit interessante Ausstellungen. Trotzdem war es ungemütlich, weil ich nicht so richtig trocknen wollte. Erst im einladenden Sessel der Cafeteria fühlte ich mich etwas wohler.
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Zur Mittagszeit hatte isch der Regen noch verstärkt, aber tapfer lief ich durch die Gassen zum Gasthaus „Zum Goldenen Hirschen“. Auf dem Vorblatt der Speisekarte stand: „Früher, so sagt man, war die „gute, alte Zeit“. Man traf sich in der Gastwirtschaft auf ein gutes Gläschen Wein. Heimelig, gesellig und gut war’s. In unserem Restaurant Stadtgasthaus versuchen wir das Beste aus der guten, alten Zeit zu bewahren.“
Die Atmosphäre war wirklich schön und ließ mich bald die Kälte und Nässe, die vor der Tür tobte vergessen. Als Vorspeise wurde unter anderem eine „Wiener Suppe“ angeboten.
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Jede Küche kann mit Suppenrezepten aufwarten, aber in Wien spielt die Suppe eine besonder Rolle. Die klassische Wiener Rindsuppe ist die unangefochtene Königin der Tafel und wird in Österreich sogar als Nationalsuppe bezeichnet. Für Abwechslung ist gesorgt: Denn durch verschiedenste Einlagen erhält sie immer wieder einen neuen Geschmack.
Mein Rezept stammt aus dem „Großen Kochbuch der süddeutschen und österreichischen Küche von Katharina Prato“ von 1938.

Zutaten:
500 g Suppenfleisch vom Rind
Rindsknochen
1 Bund Suppengrün
1/2 Zwiebel
3 Eiklar
Salz
Schnittlauch (oder Petersilie zum Bestreuen)

Zubereitung:
Suppenfleisch waschen, trocknen, grobwürfelig schneiden und in 2 Liter kaltes Wasser einlegen.
Die Zwiebel in einer Pfanne an der Schnittfläche ohne Fett braun braten.
Die kalt gewaschene Rindsknochen, Suppengrün und die vorgebräunte Zwiebel zum Suppenfleisch hinzufügen. Wasser aufkochen und ca. 2 Stunden lang köcheln lassen.
Suppe abkühlen lassen und überschüssiges Fett abschöpfen.
Eiklar mit 250 ml kaltem Wasser verschlagen und langsam in die Suppe rühren. Suppe weiterköcheln lassen, bis sie klar ist. Anschließend durch ein Küchentuch abseihen und mit Salz abschmecken. Als Einlage mag ich besonders gerne das feingeschnittene Suppenfleisch mit feinen Nudeln. Noch mit fein gehacktem Schnittlauch oder Petersilie bestreuen und als klare Suppe oder mit einer anderen Suppeneinlage servieren.

Als ich das Gasthaus verließ, hatte der Regen aufgehört – dachte ich, um anschließen um so schlimmer zu toben.
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