Toettchen

Apfelstütchen

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Apfelstütchen, so sagt man im Münsterland. Andernorts heißt das selbe Gebilde Apfel im Schlafrock. Sie sind ideal für den Nachmittagskaffee, eignen sich aber auch zum Dessert. Gefüllt werden sie mit Rosinen. Natürlich kann man hier auch vielerlei andere süße Sachen nehmen.
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Zutaten:
150 g trockener Quark
6 EL Milch
6 EL Öl
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver

8 mittelgroße Äpfel
200 g kernlose Rosinen
2 – 3 EL Puderzucker

2 EL Wasser
1 Eigelb
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Zubereitung
Den Quark durch ein Sieb streichen, mit Milch, Öl, Zucker, Vanillezucker und Salz verrühren.
Jetzt die Hälfte vom Mehl mit dem Backpulver vermischen und mit der Quarkmasse vermengen. Dann das restliche Mehl dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig etwas 4 mm dick ausrollen und Quadrate ausradeln. Je nach Größe der Äpfel sollen sie eine Kantenlänge von 15 – 20 cm haben.
Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse ausstechen, die Rosinen mit dem Puderzucker mischen und in die ausgehölten Äpfel füllen.
Auf jedes Teigquadrat einen Apfel setzen. Die Teigecken über Kreuz über dem Apfel zusammenfassen und gut zusammendrücken.
Die 2 TL Wasser mit dem Eigelb verquirlen und die Apfelstütchen damit bestreichen.
20 – 30 Minuten bei ca. 200° C backen.
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Der Apfel war nicht gleich am Baum
Da war erst lauter Blüte.
Das war erst lauter Blütenschaum
und lauter Lieb und Güte.
Dann waren Blätter grün an grün
und grün an grün nur Blätter.
Die Amsel nach des Tages Mühn,
sie sang ihr Abendlied gar kühn
und auch bei Regenwetter.
Der Herbst, der macht die Blätter steif
der Sommer muß sich packen.
Hei! Daß ich auf die Finger pfeif
da sind die ersten Äpfel reif
und haben rote Backen.
Und was bei Sonn` und Himmel war
erquickt nun Mund und Magen
und macht die Augen hell und klar.
So rundet sich das Apfeljahr
und mehr ist nicht zu sagen.

(Mathias Claudius)

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22 Kommentare

  1. Jetzt nur noch ein bisschen warten, bis sie leicht ausgekühlt sind und dann… ich sitze schon hier mit der Gabel im Anschlag ;-)

    • Ich weiß nicht, die sind münsterländisch, also nicht gerade süß! Passt das überhaupt für Schleckermäuler aus der Schweiz? Aber Du bekommst einen. Wer auch will, muss sich melden.

  2. Oh, das kannte ich so bisher noch nicht. Da zwacke ich gerne ein paar Äpfel aus meinem Korb voll dafür ab :) Gibts am Wochenende zum Kaffee – Danke!

  3. Huhu! Ich hätte bitteschön auch gern einen. :-) Hier bei uns herrscht in Punkto Essen noch Flaute (bis auf die Kekse), ich habe es heute noch nicht zum Einkaufen geschafft, aber ich werde auf jeden Fall Äpfel mitnehmen.
    Liebe Grüße,
    Eva

  4. Sooo schöne Fotos – das Apfelstütchen überlasse ich grosszügig dem Federvieh … HUHUUUUUU!!!!! Schön von dir zu lesen!!!

  5. Meine Großmutter machte die oft und immer habe ich gefragt, warum die Äpfel einen Schlafrock anhaben und keiner hat’s gewusst. Verraten Sie es mir?
    Und was für ein schönes Gedicht.
    Wo die Liebe hinfällt, hat vorher ein Apfel gelegen.
    Ich grüße herzlich, Ihre Arabella

    • Der Schlafrock, da wickel sich nicht nur der Apfel rein. Ich hörte auch von Würsten im Schlafrock. Die heißen dann bei uns ganz einfach „Wurstebrötchen“. Das „e“ zwischen Wurst und Brötchen macht den feinen Unterschied.
      Liebe Grüße
      Toettchen

  6. Was für wunderbare Spätsommerfotos! Der Apfelbaum mit dem zugewachsenen Stamm ist ein Wahnsinn. So voll mit Äpfeln!

    Zu dem Apfel im Schlafrock braucht’s Dirndlmus! Das seh ich dem an. Und um das zu testen, nehme ich mir mal das Rezept mit und werde das im Winter einmal nachmachen.

  7. Danke für das Apfelstütchen, für den Spaziergang durch den Obstgarten und ganz besonders für das schöne Herbstgedicht.
    Danke auch für die Besuche bei mir.

    Liebe Grüsse (heute nicht aus der Küche) sondern von meinem Sofa aus.

  8. Schöne Fotos, schönes Gedicht, gluschtige Öpfel. Wäre zusammen mit den Rosinen noch etwas gemahlene Haselnuss und vielleicht noch etwas mir unbekanntes Bindendes in der Gehäusehöhle, dann wären sie wie die meiner Mama vor vielen Jahren.
    Du weisst es, aber andere wohl kaum: In der Ostschweiz nennen wir das Kern-Gehäuse „Bitzgi“.

    • Aber ja „Bitzgi“ – das ist auch so eines der „heimeligen“ Wörter. Füllen kann man diese Apfelstütchen wie man Lust und Laune hat und es gibt sicher so viele Rezepte, wie es Hausfrauen gibt, die sie backen.

  9. Oh, ich hätte auch gerne … aber vielleicht bin ich schon zu spät?
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy
    PS. Bei uns wäre das ein Bütschgi :-)

  10. Mein Beitrag damit die Sammlung abgerundet ist > Èpfelbiirzi – im Gegensatz zu > Èpfelbùtze (der Fliege des Apfels).
    Das sieht sehr gut aus ! Für mich noch etwas geschälte, gemahlene Mandeln in/für die Füllung, bitte. :-)

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